Neuauflage des Coolnesstrainings

Veröffentlicht am: 27.03.2016 | von: Sybille Kirchner | Kategorie: Projekte

Dank der Bürgerstiftung Rastatt e.V. und der Sparkasse Rastatt-Gernsbach kommt es zur Neuauflage des Coolnesstrainings.

Die Fördergemeinschaft und die Schule arbeiten seit Jahren mit einem Gesamtkonzept für alle Schüler/innen der Augusta-Sibylla-Schule zur Entwicklungs- und Persönlichkeitsförderung und zur Förderung der Sozialkompetenz. In allen Klassenstufen gibt es altersentsprechende Fördermaßnahmen. Das Gesamtkonzept wird gemeinsam stetig weiterentwickelt und gegebenenfalls dem Bedarf der Schüler/innen angepasst. Es gibt Projekte, die von Mitarbeiterinnen der Fördergemeinschaft und Lehrkräften gemeinsam durchgeführt werden, wie beispielsweise die Motopädie für die jüngsten Schüler/innen. Es gibt auch Projekte, für die Leistungen „eingekauft“ werden müssen. In diesen Projekten arbeiten jeweils eine Mitarbeiterin der Fördergemeinschaft und die jeweiligen Klassenlehrer/innen mit, wie beispielsweise im Reiterhofprojekt, das es für die Erst- und Zweitklässler gibt.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Förderschule benötigen die besondere Unterstützung und Förderung beim Lernen, aber auch im Hinblick auf die Förderung ihrer Entwicklung und die Stärkung ihrer Persönlichkeit, um später im Berufsleben einen Platz finden zu können und eine möglichst eigenständige Lebensführung erreichen zu können.

 

Das „Coolness-Training“ hat sich als ein Baustein in der Mittelstufe bewährt. Es trägt dazu bei, die eigenen Gefühle wahrnehmen und ausdrücken zu können, sich selbst kennen und wertschätzen zu lernen, damit auch andere Menschen wertzuschätzen, gewaltlos im Alltag handeln zu können und selbstbewusst handeln zu lernen. Die Stärkung des Miteinanders an der Schule und die Förderung der Lern- und Entwicklungsbedingungen sind Ziel des Trainings. Das Coolness-Training wird in den zwei 5. Klassen durchgeführt und umfasst 10 Einheiten zu je 1 ½ Zeitstunden für jede Klasse.

Die Teilnahme und die Mitarbeit der jeweiligen Klassenlehrer/innen und der Schulsozialarbeiterin ist Voraussetzung für die Durchführung des Trainings und ermöglicht, dass das Training nicht als gesondertes Ereignis in der Schullaufbahn dasteht und die Effekte versanden, sondern an den gewonnenen Erfahrungen, persönlichen und Gemeinschaftserlebnissen im Schulalltag weiter gearbeitet werden kann. Bei den Klassenlehrer/innen der Mittelstufe gibt es nicht nur eine hohe Akzeptanz, sondern ein hohes Engagement zur gemeinsamen Arbeit. Eine der Schulsozialarbeiterinnen, die bei der Fördergemeinschaft angestellt sind, organisiert, koordiniert und trägt die Erkenntnisse mit in den Alltag und in die weitere Arbeit mit einzelnen Schüler/innen und in Klassenprojekte. Wir legen Wert auf eine gemeinsame Auswertung des Trainings und einen Ausblick auf die weitere Arbeit mit den Schüler/innen zwischen den externen Trainern, der Schulsozialarbeiterin und den jeweiligen Klassenlehrerinnen. Auch davon versprechen wir uns einen höheren Nutzen für die Schüler/innen. Die Schulsozialarbeiterin hat, aufbauend auf dem Coolness-Training, für die sechsten Klassen eine Antimobbingwoche konzipiert, die sie zusammen mit den jeweiligen Klassenlehrer/innen durchführt.

Die Wirkung des Trainings ist somit längerfristig prozesshaft angelegt und erhöht im Zusammenwirken mit anderen Modulen die Chancen von zum Teil erheblich benachteiligten Schüler/innen in der Entwicklung zu gemeinschaftsfähigen erwachsenen Menschen.