20 Jahre Soziale Gruppenarbeit

Veröffentlicht am: 21.02.2019 | von: Sybille Kirchner | Kategorie: Aktuell, Allgemein

Ein Geburtstag bietet sich an, um eine Rückschau zu halten, eine Rückschau über 20 Jahre soziale Gruppenarbeit.
Anlass war der dringende Wunsch, zusätzliche Fördermöglichkeiten für Kinder im sozial-emotionalen Bereich zu suchen. Die Konzeption für die Soziale Gruppenarbeit entstand.
Für die Fördergemeinschaft Freunde der Augusta-Sibylla-Schule bedeutete der Start dieser Maßnahme ein Sprung ins kalte Wasser, aber auch die Jugendämter, damals noch aufgeteilt in Stadt- und Kreisjugendamt, ließen sich auf neue Wege ein.
Schulleiterin Sylke Mauderer eröffnete die kleine Feierstunde, zu der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes, der Psychologischen Beratungsstelle und der kooperierenden Schulen geladen waren. Die Vorsitzende des Fördervereins, Sybille Kirchner, verglich die 20 jährige Entwicklungsgeschichte der Sozialen Gruppenarbeit mit einer Bootsfahrt, bei der so manche Tücken überwunden werden mussten, bis das Schiff in sicherem Fahrwasser schwamm.
Stefan Biehl, Dezernent im Landratsamt Rastatt, überbrachte die Glückwünsche des Landratsamtes. Als Leiter des Jugendamtes hatte er die Geschichte der Sozialen Gruppenarbeit von Anfang an mitgestaltet. Er lobte die Fördergemeinschaft als verlässlichen Partner.
Am 01.02.1999 konnte Martina Philipp, Dipl. Sozialpädagogin (FH), mit einer Gruppe von zunächst vier Kindern starten. Konzipiert war die Gruppe für 8 Kinder und zwei Fachkräfte. Eine zweite Fachkraft kam schon bald dazu und weitere Kinder. Inzwischen verteilt sich die Gruppenarbeit auf drei Sozialpädagoginnen mit acht Kindern.
Anschaulich gaben die drei Sozialpädagoginnen, Martina Philipp,Verena Hertweck und Doris Arnitz, einen Einblick in ihre Arbeit. In den vergangenen 20 Jahren haben insgesamt 74 Kinder, überwiegend Jungen, an der Gruppenarbeit teilgenommen. Der Nachmittag hat für die Kinder eine gleichbleibende, alltagsorientierte Struktur. Dazu gehören gemeinsames Mittagessen, Aufgaben für die Gemeinschaft, gemeinsames Spielen, Hausaufgabenzeit, thematisches Arbeiten und viele Gespräche. Eine Mitarbeiterin bringt ihre Fertigkeiten als Motopädin in die Förderung der Kinder ein. Ein tolles Ereignis für die einen, für die anderen Kinder eine große Herausforderung ist die jährliche fünftägige Freizeit. Für viele Kinder war es das erste Mal, dass sie alleine von Zuhause fort waren. Stolz und gestärkt, einen Schritt in die Eigenständigkeit gemacht zu haben, kamen sie wieder nach Hause. Eine wesentliche Grundlage für die Arbeit mit den Kindern sind verlässliche und haltgebende Beziehungsangebote.
Dankesworte, Geschenke und der Genuss leckerer Häppchen der KochASSe rundeten das Geburtstagsfest ab.
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