Interkultureller Workshop an der Augusta-Sibylla-Schule Rastatt

In diesem Halbjahr fand für die fünf Klassen der Oberstufe (7-9) jeweils ein interkultureller Workshop statt, der von Sarah Jendrsczok geleitet wurde. Sie ist Mitarbeiterin des DRK Bühl und hat eine Ausbildung zur interkulturellen Trainerin absolviert.

Die Theateraufführung an der Schule: „Wir waren mal Freunde“, im vergangenen Schuljahr,  war der Anstoß für die Auseinandersetzung mit Rassismus und Vorurteilen. Den Schulsozialarbeiterinnen war es ein Anliegen, in der Hauptstufe dieses Thema wieder aufzugreifen und zu vertiefen. (mehr …)

Neuauflage des Coolnesstrainings

Dank der Bürgerstiftung Rastatt e.V. und der Sparkasse Rastatt-Gernsbach kommt es zur Neuauflage des Coolnesstrainings.

Die Fördergemeinschaft und die Schule arbeiten seit Jahren mit einem Gesamtkonzept für alle Schüler/innen der Augusta-Sibylla-Schule zur Entwicklungs- und Persönlichkeitsförderung und zur Förderung der Sozialkompetenz. In allen Klassenstufen gibt es altersentsprechende Fördermaßnahmen. Das Gesamtkonzept wird gemeinsam stetig weiterentwickelt und gegebenenfalls dem Bedarf der Schüler/innen angepasst. Es gibt Projekte, die von Mitarbeiterinnen der Fördergemeinschaft und Lehrkräften gemeinsam durchgeführt werden, wie beispielsweise die Motopädie für die jüngsten Schüler/innen. Es gibt auch Projekte, für die Leistungen „eingekauft“ werden müssen. In diesen Projekten arbeiten jeweils eine Mitarbeiterin der Fördergemeinschaft und die jeweiligen Klassenlehrer/innen mit, wie beispielsweise im Reiterhofprojekt, das es für die Erst- und Zweitklässler gibt.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Förderschule benötigen die besondere Unterstützung und Förderung beim Lernen, aber auch im Hinblick auf die Förderung ihrer Entwicklung und die Stärkung ihrer Persönlichkeit, um später im Berufsleben einen Platz finden zu können und eine möglichst eigenständige Lebensführung erreichen zu können.

 

Das „Coolness-Training“ hat sich als ein Baustein in der Mittelstufe bewährt. Es trägt dazu bei, die eigenen Gefühle wahrnehmen und ausdrücken zu können, sich selbst kennen und wertschätzen zu lernen, damit auch andere Menschen wertzuschätzen, gewaltlos im Alltag handeln zu können und selbstbewusst handeln zu lernen. Die Stärkung des Miteinanders an der Schule und die Förderung der Lern- und Entwicklungsbedingungen sind Ziel des Trainings. Das Coolness-Training wird in den zwei 5. Klassen durchgeführt und umfasst 10 Einheiten zu je 1 ½ Zeitstunden für jede Klasse.

Die Teilnahme und die Mitarbeit der jeweiligen Klassenlehrer/innen und der Schulsozialarbeiterin ist Voraussetzung für die Durchführung des Trainings und ermöglicht, dass das Training nicht als gesondertes Ereignis in der Schullaufbahn dasteht und die Effekte versanden, sondern an den gewonnenen Erfahrungen, persönlichen und Gemeinschaftserlebnissen im Schulalltag weiter gearbeitet werden kann. Bei den Klassenlehrer/innen der Mittelstufe gibt es nicht nur eine hohe Akzeptanz, sondern ein hohes Engagement zur gemeinsamen Arbeit. Eine der Schulsozialarbeiterinnen, die bei der Fördergemeinschaft angestellt sind, organisiert, koordiniert und trägt die Erkenntnisse mit in den Alltag und in die weitere Arbeit mit einzelnen Schüler/innen und in Klassenprojekte. Wir legen Wert auf eine gemeinsame Auswertung des Trainings und einen Ausblick auf die weitere Arbeit mit den Schüler/innen zwischen den externen Trainern, der Schulsozialarbeiterin und den jeweiligen Klassenlehrerinnen. Auch davon versprechen wir uns einen höheren Nutzen für die Schüler/innen. Die Schulsozialarbeiterin hat, aufbauend auf dem Coolness-Training, für die sechsten Klassen eine Antimobbingwoche konzipiert, die sie zusammen mit den jeweiligen Klassenlehrer/innen durchführt.

Die Wirkung des Trainings ist somit längerfristig prozesshaft angelegt und erhöht im Zusammenwirken mit anderen Modulen die Chancen von zum Teil erheblich benachteiligten Schüler/innen in der Entwicklung zu gemeinschaftsfähigen erwachsenen Menschen.

 

 

Kunst macht stark

Das Projektkonzept

Förderung außerschulischer Maßnahmen

Kunst macht Kinder stark – Schüler gestalten ihren Sozialraum

IMG_9667Gemeinsam mit Schüler/innen soll die Aula des Schulhauses der Augusta-Sibylla-Schule keramisch gestaltet werden, sichtbar in bleibender Erinnerung für Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen und Besucher/innen. Das Schulhaus – in den 70er Jahren erbaut – hat eine funktionale Architektur und funktionale Räume. Wie damals üblich, wurde der graue und kalte Beton sichtbar gehalten. Die Aula ist für die Schüler/innen Lebensraum, Mensa, Aufenthaltsraum, Raum für Arbeitsgemeinschaften, interne und öffentliche Feste und Veranstaltungen. (mehr …)

Pferdeprojekt

Frau Sonder und Herr Fischer von der Redelstiftung besuchen die Zweitklässler auf dem Pferdehof

Seit September 2011 marschieren die Zweitklässler jeden Freitag zur Bushaltestelle, um mit ihrer Klassenlehrerin Frau Linda Krämer und der Sozialarbeiterin Sina Lang zum Reiterhof Pferdestärken in Plittersdorf zu fahren. (mehr …)

Immer wieder Freitag

Reiten in Plittersdorf

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Coolnesstraining

Geschrieben von Sybille Kirchner

Die Bürgerstiftung Rastatt e.V. hilft wiederholt der Fördergemeinschaft Freunde der Augusta-Sibylla-Schule e.V. Der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Dr. Thomas Hatz  überreichte Sybille Kirchner, Vorsitzende der Fördergemeinschaft, einen Spendenscheck in Höhe von 4600 € für ein anspruchsvolles Vorhaben, das sogenannte Coolnesstrainig. (mehr …)

Erneut Förderung durch die Bürgerstiftung Rastatt e.V.

Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Coolnessprojekt, wagten wir auch 2014 wieder die Beantragung von Fördermitteln bei der Bürgerstiftung. Mit großer Dankbarkeit vernahmen wir die Zusage. Nun können auch die diesjährigen Fünftklässler das hochqualifizierte Training erfahren.

Gemeinsam sind wir (pferde)stark

Die Mädchen der 8. Klasse der Augusta-Sibylla-Schule durften in diesem Schuljahr an einem ganz besonderen Projekt teilnehmen: Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir (pferde)stark“ ging es sechs Wochen lang je einen Nachmittag auf den Reiterhof „Pferdestärken“ nach Plittersdorf. Ziel des Projekts war es, einerseits den Gemeinschaftssinn der Schülerinnen untereinander zu stärken, andererseits sollten sie auch trainieren, sich selbst zu behaupten, sich etwas zuzutrauen, aber auch eigene Grenzen zu erkennen. Dank der Unterstützung durch die Bürgerstiftung Rastatt war die Realisierung möglich.

 

Gleich in der ersten Einheit konnten die Mädchen unter der Leitung von Sozialpädagogin und Reitlehrerin Elisabeth Freyer-Schretzmann eindrücklich erleben, dass nicht nur ihr Zusammenleben sich schwierig gestalten kann. Als sie die Pferde „in freier Wildbahn“ beobachten konnten, war klar ersichtlich, dass auch die Tiere bestimmte Vorlieben oder Vorbehalte gegenüber ihren Artgenossen haben und ihre Konflikte austragen. Die Schülerinnen sahen, dass die Tierlaute von Ab- oder Zuneigung erzählten und auch, was der Begriff „Stutenbissigkeit“ bedeutet. Die Parallelen zu ihrem eigenen zeitweisen Verhalten waren nicht zu übersehen!

Als es an die Arbeit mit den Pferden direkt ging, war Teamarbeit gefragt: In Zweier- bzw. Dreiergruppen mussten die Tiere aus den Ställen geholt, geputzt und gesattelt werden. Die Gruppen wurden nicht nach ihren Vorlieben eingeteilt, sondern nach Absprache von Elisabeth Freyer-Schretzmann und der Schulsozialarbeiterin Sina Lang, die gemeinsam mit der Praktikantin Anke Ebner die Schülerinnen durch das Projekt begleitete. Die Einteilung war abhängig davon, wer sich eher ängstlich, mutig oder gar routiniert im Umgang mit den Pferden einschätzte. Diese Kombinationen bargen Konfliktpotenzial. Die Mädchen mussten lernen, sich zusammenzuraufen und zusammen zu arbeiten.

Das Füttern entpuppte sich für den Großteil der Teilnehmerinnen als große Überwindung, da der Respekt vor den Zähnen der Tiere doch recht groß war.

In den ersten Einheiten ging es darum, die Pferde am Strick durch die Halle zu führen, teilweise um Hindernisse herum oder durch einen Parcours. Dies dämpfte die Stimmung der Mädchen zunächst, da ihr großes Ziel natürlich war, auf den Pferden zu reiten. Doch mit den Schwierigkeiten, die nun vor ihnen lagen, hatten sie nicht gerechnet: Die Tiere zeigten, dass sie ihren eigenen Kopf haben und wollten keineswegs automatisch so laufen, wie die Mädchen es sich vorgenommen hatten. Die Schülerinnen lernten, dass der Tonfall und die Lautstärke der eigenen Stimme, aber auch die Körpersprache eine große Wirkung darauf haben, was bei ihrem Pferd – und im übertragenen Sinn bei ihrem Gegenüber im täglichen Miteinander – ankommt. Für einen Teil der Mädchen war es eine neue und auch frustrierende Erfahrung, zu erleben, dass sie, die normalerweise immer den Ton angeben, auf einmal nicht gehört wurden oder gehört werden wollten. Andere, eher schüchterne Mädchen wiederum erfuhren am eigenen Leib, dass sie durchaus fähig sind, sich durchzusetzen, wenn sie auf bestimmte Dinge achten.

Im Zuge der nächsten Einheiten durften die Mädchen dann natürlich auch reiten und voltigieren, also Turnen auf dem Pferd ausprobieren. Dies stellte große Herausforderungen an den Mut der Mädchen, die sich dies aus der Ferne doch viel einfacher vorgestellt hatten. Wieder war die Körpersprache ein großes Thema – wie fühlt es sich an, ganz aufrecht zu sitzen und den Körper anzuspannen? Was zeige ich meinem Gegenüber, wenn ich mich ganz klein und mit rundem Rücken zeige?

Zum Abschluss des Projekts zeigte sich, dass die Mädchen sich teilweise Dinge zutrauten, die sie sechs Wochen zuvor noch verweigert bzw. nicht für möglich gehalten hätten. Auch in puncto Durchsetzungsvermögen konnten einige etwas dazulernen.

Nun gilt es, die Erfahrungen, die den Mädchen ermöglicht wurden, im weiteren Verlauf des Schuljahres in den Alltag zu übertragen.