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Soziale Gruppenarbeit

Soziale Gruppenarbeit

Seit 1999 bietet die Fördergemeinschaft Soziale Gruppenarbeit als Jugendhilfe nach §§ 27, 29 und 35a SGB VIII an. Das ambulante Angebot richtet sich an Kinder ab dem Schulalter, die Hilfe bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen benötigen und ihre Familien.

Voraussetzung für die Aufnahme eines Kindes ist ein positiver Bescheid des Jugendamtes, dass diese Hilfe dazu geeignet ist, den besonderen Bedarf des Kindes und der Familie zu decken.

Die fortlaufende Kindergruppe findet an zwei Nachmittagen in der Woche in den Räumen der Augusta-Sibylla-Schule statt. Zwei sozialpädagogische Fachkräfte arbeiten mit 8 Kindern. Soziales Lernen in der Gruppe ist Inhalt der Gruppennachmittage. Die Kinder  lernen in der Sozialen Gruppenarbeit:

  • ihre Stärken zu erkennen und diese adäquat einzubringen,
  • problematische Verhaltensweisen wahrzunehmen, zu reflektieren und zu verändern,
  • alternative Verhaltensweisen zu praktizieren,
  • sozial akzeptierte Formen der Auseinandersetzung mit anderen Kindern und Erwachsenen,
  • eigene Interessen zu entwickeln und
  • ihre Freizeit zu gestalten.

Der Ablauf des Nachmittags orientiert sich am Lebensalltag von Kindern. Gemeinsames Mittagessen, Aufgaben für die Gemeinschaft, Spiel- und Lernzeiten, thematisches Arbeiten und viele Gespräche gehören dazu. Die Arbeit an den individuellen und gruppenübergreifenden Themen wird sowohl im Gruppenalltag als auch durch geeignete und gezielte Interventionen geleistet.

Ein Mal im Jahr geht die Gruppe in eine fünftägige Ferienfreizeit. Die Freizeit – Unternehmungen, Speiseplan etc. – wird vorher von Kindern und Erwachsenen gemeinsam geplant. Viele Kinder in der Sozialen Gruppenarbeit gehen dann zum ersten Mal für mehrere Tage ohne ihre Eltern und Familien von zu Hause fort. Die altersentsprechende Eigenständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder werden gefördert.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern findet in Form von regelmäßigen Einzelgesprächen und einem jährlichen Elternseminar statt. Eltern werden in ihren Kompetenzen gestärkt, in ihren erzieherischen Aufgaben beraten und unterstützt im Entwickeln alternativer Handlungsstrategien. Die Arbeit mit den Eltern und anderen Bezugspersonen der Kinder ist ein wesentlicher Baustein der Hilfe.

In Einzelfällen bieten die Sozialpädagoginnen eine Anschlusshilfe nach Beendigung der Sozialen Gruppenarbeit in Form einer Erziehungsbeistandschaft an.

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